Die Talsperre an der Bílá Desná wurde gemeinsam mit der Talsperre Souš als System von Wasserbauwerken errichtet. Kurz nach ihrer Fertigstellung brach sie jedoch 1916, und ihre Zerstörung wurde zu einem tragischen Ereignis, das die weitere Entwicklung des Talsperrenbaus beeinflusste. Heute sind in der Landschaft vor allem die Reste des Damms und der Schieberturm sichtbar, der als Mahnmal an der Stelle der ehemaligen Talsperre steht. Das Areal ist als Kulturdenkmal geschützt.
Zum Gebrochenen Desná-Staudamm gelangt man zu Fuß oder mit dem Fahrrad; die Zufahrt mit Kraftfahrzeugen ist verboten. Der Ausflug führt durch das Tal der Bílá Desná und eignet sich gut für Besucher, die im Isergebirge ein weniger gewöhnliches Ziel als die klassischen Aussichtstürme und Kämme entdecken möchten. Vor Ort finden Sie einen Lehrpfad, eine Fußgängerbrücke und einen Aussichtspunkt, die helfen, das ganze Ereignis in Landschaft und Geschichte einzuordnen.