Ein wichtiger Teil des Museums widmet sich dem böhmischen Granat, der Steinschleiferei und der Schmucktradition, die zu Turnov genauso selbstverständlich gehören wie die Sandsteinfelsen zum Böhmischen Paradies. Besucher sehen, wie aus Stein Schmuck wird, warum Turnov als Stadt der Edelsteine gilt und wie tief dieses Handwerk in der Identität der Region verankert ist.
Ein weiterer starker Anziehungspunkt ist die Ausstellung zum Klettern. Sie erinnert daran, dass die Felsen des Böhmischen Paradieses nicht nur Kulisse für Ausflüge und Fotos sind, sondern auch ein Ort, an dem eine starke Klettertradition entstanden ist. Das Museum gibt Ausflügen in die Felsen dadurch eine weitere Ebene und zeigt, was alles hinter dieser Landschaft steckt.
Zum Museum des Böhmischen Paradieses gehört auch der Dlask-Hof in Dolánky bei Turnov, eines der markantesten Beispiele der Volksarchitektur in der Region. Der gezimmerte Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert zeigt das Landleben im Jizera-Gebiet, traditionelle Landwirtschaft, Handwerk und den Alltag der Menschen, die die Landschaft des Böhmischen Paradieses auf andere Weise prägten als der Adel auf Burgen und Schlössern. Dank seiner Lage an der Jizera lässt sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch Dolánky, einer Radtour auf der Greenway Jizera oder einem Ausflug von Turnov in Richtung Malá Skála verbinden.